Das Christentum in Tunesien
Auf den Spuren des Heiligen Augustus
Am Ende der Antike breitete sich das Christentum im immer noch reichen Africa aus. Das Land von Karthago hat einige der großen christlichen Denker und Märtyrer hervorgebracht: Tertullius, der Heilige Perpetuus und vor allem der Heilige Augustus, der in Karthago seine polemischen Talente gegenüber der donatischen Irrlehre ausübte. Nach der Invasion der Vandalen eroberte Byzanz Tunesien zurück, ein Reich, in dem das Christentum weit verbreitet war. In den westtunesischen Gegenden (Sbeitla etc) zeugen noch zahlreiche Kirchen- und Kapellenruinen von dieser Zeit. In Karthago befand sich die riesige Basilika Damous el Karita, die größte Kirche Afrikas ( 70 m lang, ohne Apsis). In den großen Museen kann man Kultobjekte, Grabinschriften, Tonkacheln- und Mosaike mit christlichen Themen sehen. Das Kulturerbe ist groß und ermöglicht dem Besucher, sich das Leben und den besonderen Kult dieser ersten Christen vorzustellen.
Highlights:
Sbeitla: Taufkapelle, Vitaliskirche, Kapelle des Jucundus.
Karthago: Zahlreiche Überreste von Kirchen und Grabmonumenten: Damous el-Karita, die byzantinische Basilika von Dermech, unterirdische Rotunde
Bardomuseum, Museum von Sousse. Christliche Mosaike, Kultgegenstände, Skulpturen, Taufbecken
Moderne Kirche in Enfidha: Ausstellung christlicher Mosaike.




