Ribats und Festungen
Ribats und Festungen
Tunesien war Dreh- und Angelpunkt der Mittelmeerländer. Das Land war fruchtbar und sehr begehrt. So gibt es in Tunesien zahlreiche Festungen aus verschieden Epochen. Während im Hinterland sehr viele byzantinische Festungen auf heidnischen Fundamenten erbaut wurden, war die Küste lange Zeit mit Ribats, kleinen Festungen und befestigten Klostern umsäumt, die auf asketische Moslems zurückgehen. In vielen Städten gibt es eine Kasbah, eine befestigte Residenz für den Herrscher oder den Gouverneur.
Von Kelibia bis Djerba erinnern unzählige Festungen an den langen spanisch-türkischen Krieg und an die darauf folgende osmanische Einverleibung des Landes. Einige stammen aus dem Mittelalter und wurden später wieder benutzt. Andere wiederum wie die beiden schönen türkischen Festungen von Bizerte und Ghar El-Melh zeigen ursprüngliche und gut durchdachte Architekturen. Von vielen dieser Festungen aus hat man einen wunderbaren Meeresblick: die Festung von Mahdia liegt weit über dem malerischen Meeresfriedhof; die Festung von Tabarka ist ein Überbleibsel der Konzession, die man den Genuaner erteilt hatte. Sie ist wunderbar an der Korallenküste gelegen.
Highlights :
Sousse. Der erste Ribat von Tunesien (Ende des 8. Jahrhunderts) hat seine ursprüngliche Form erhalten. Die festen Stadtmauern der Medina. Die Große Moschee, deren Antlitz etwas militärisch anmutet und die Kasbah aus dem Mittelalter vervollständigten den Verteidigungsaspekt.
Monastir. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der große Ribat immer wieder genutzt. So ist er zu einer Art Wallfahrts- und Studienort ähnlich eines Klosters (Museum für islamische Kunst) geworden.
Kelibia. Große ziridische Festung, die von den Türken wieder genutzt wurde
Ghar el-Melh. Schöne türkische Festungen und Arsenale, die von andalusischen Ingenieuren konstruiert wurden (7. Jahrhundert)




