Matmata
Es ist als würde man geradewegs auf dem Mond landen. Das Dahargebirge im südöstlichen Tunesien am Rande der Sahara ist ein Augenschmauss für die Sinne. Unendliche Kraterlandschaften in einem beinahe lavendelblauen Himmel, ganz versteckt, in Einheit mit der Natur liegen hier Dörfchen in den Hängen, leuchten ab und an bunte Teppichmuster auf.
Die alten Traditionen der Berber sind hier zum größten Teil aufrecht erhalten worden und das schon aufgrund der klimatischen Bedingungen: so lieben viele Einwohner des Ortes Matmata in den sogenannten troglodytischen Unterkünfte. Diese Wohnungen sind in der Erde eingegraben, die Zimmer sind rund um die Krater in weiche Felsen geschlagen und erinnern an eine Mondlandschaft. An die 400 gibt es heute noch.
Kein Wunder also das der amerikanische Regisseur Georg Lukas hier sein Epos ‚Krieg der Sterne’ entstehen liess. Nicht weit entfernt von hier liegen andere Dörfer wie Tamezret, deren Häuser am Hang und zum Teil unterirdisch gebaut wurden. So ist die Temperatur im Sommer frisch und im Winter gemäßigt.
Geschichte: Der Name Matmata geht auf den Ursprung eines Berberstamms zurück. Die Gegend hier ist seit Jahrtausenden besiedelt. Viele der noch heute bestehenden Troglodyten sind mindestens 400 Jahre alt. Auffallend sind an den Türen Zeichnungen, die die ‚Hand der Fatma’ und einen Fisch darstellen. Beides Symbole, die das Haus vor dem bösen Blick beschützen sollen. Der Fisch ist ein uraltes Symbol der Berbertradition.







